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Unsere Geschichte

Am 1. Oktober 1904 wurde die 19. Gemeindeschule am Herzbergplatz und am 12. Oktober 1904 die 20. Gemeindeschule durch einen festlichen Akt eröffnet. In den 22 Schulräumen waren 1182 Schülerinnen und Schüler in 21 Klassen untergebracht. Schon ein Jahr später stieg die Anzahl der Schülerinnen und Schüler auf 1516 Kinder – die höchste je erreichte Schülerzahl an dieser Schule.

Während des Ersten Weltkriegs wurde der Schulbetrieb aufrechterhalten. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler sank nun kontinuierlich und erreichte 1931 mit 552 Kindern den Tiefststand.

Im Schuljahr 1938/39 wurde nach Beschluss der Elternversammlung die Schule in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt.

Ab dem 25. Januar 1939 konnte die Turnhalle der Schule nicht mehr benutzt werden, sie wurde umgebaut und das Schulgebäude wurde renoviert. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurden auch von der Gemeinschaftsschule Lehrkräfte zum Kriegsdienst eingezogen. Außerdem musste die Schule eine Bereitschaftsgruppe von 3 bis 8 Lehrkräften zum Luftschutz stellen. Im Winter 1939 teilte die Gemeinschaftsschule das Schulgebäude außerdem mit der staatlichen Oberschule. Darüber hinaus wurden 4 Räume für die Verwaltung beschlagnahmt. An einen geregelten Unterrichtsbetrieb war von da an nicht mehr zu denken. Verschiedentlich wurden auch Lehrkräfte für je 8 Tage lang zum Verwaltungsdienst abgerufen oder mussten ihn während der Sommer- und Weihnachtsferien ableisten.

Trotz nicht ausreichender Schutzräume blieb die Schule weiterhin geöffnet. Im Jahr 1940 wurde die 35. Volksschule in das Schulgebäude einquartiert. Nun wurde im wöchentlichen Wechsel vormittags bzw. nachmittags Unterricht erteilt. Im Schuljahr 1942/43 wurde die Turnhalle beschlagnahmt. Außerdem wurde das Schulgebäude immer wieder für die Unterbringung der Zivilbevölkerung gebraucht, wenn in der unmittelbaren Nähe Bomben entschärft werden mussten.

1949 wurde die 20. Volksschule im Schulgebäude untergebracht und 1952 in 18. Grundschule umbenannt. Ab 1955 trug sie den Schulnamen Eduard-Mörike-Grundschule. Von 1956 bis 2001 teilte sich die Eduard-Mörike-Grundschule ein Schulhaus, eine Sporthalle und den Schulhof mit der Gustav-Schwab-Grundschule. Letztere wurde aufgelöst und in die Eduard-Mörike-Grundschule überführt. 1957 wurde in die Schule ein Schulkindergarten integriert. 1969 eröffnete die Schule eine Vorklasse.

Im November 2002 stellte das Kollegium der Schule den Antrag auf einen gebundenen Ganztagsbetrieb. Damit sollte die strukturelle Chancengleichheit umgesetzt und die konzeptionelle Entwicklung vorangetrieben werden. Es sollte eine Einrichtung entstehen, die den Bedürfnissen der Kinder in diesem Einzugsbereich und den bildungspolitischen Forderungen gerecht wird. Leider genehmigte die Senatsverwaltung nur eine kleinere räumliche Erweiterung des Schulgebäudes und ein eingeschränktes Modell eines Ganztagbetriebs. Daraufhin entschied sich die Gesamtkonferenz der Schule mit 2/3-Mehrheit gegen, die Schulkonferenz für die Umwandlung in eine gebundene Ganztagsschule. Es wurden zwei Klassenzüge als gebundene Ganztagsschule und ein Klassenzug als Halbtagsbetrieb eingerichtet.

Seit dem Schuljahr 2006/07 ist die Eduard-Mörike-Grundschule eine gebundene Ganztagsschule. Sie hat sich zu einem Lebens- und Lernort entwickelt, an dem im Schuljahr 2015/16 353 Kinder aus 18 Nationen und 31 Lehrkräfte sowie 23 Erzieherinnen und Erzieher lernen und pädagogisch arbeiten. Zum Personal gehören darüber hinaus eine Sozialpädagogin und ein Sozialpädagoge, eine Lehrkraft für den Unterricht aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) sowie eine Integrationserzieherin. Unter uns sind Pädagoginnen und Pädagogen aus Griechenland, Kirgistan, Polen, Rumänien und der Türkei. Wir sind stolz darauf, dass zu unserer Schule drei Willkommensklassen gehören.

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Das ist ein kleines Infofenster für weiterführende Details.